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Die optimale Performance beim Triathlon hängt neben demTraining, mentaler Einstellung und einem guten Material in wesentlichen Maße auchvon der Ernährung ab.
Im Besonderen sind es die Glykogenspeicher, die Intensitätund Dauer der Belastungsfähigkeit im Ausdauersport bestimmen. Sind diese leer,muss der Körper auf die wesentlich langsamere Fettverbrennung umschalten.Sportler erleben dies als Einbruch im Rennen. Es kommt der Mann mit dem Hammer. Als Glykogen bezeichnet man dieSpeicherform der Kohlenhydrate – des Zuckers - im Körper. Chemisch gesehen istes ein Polysaccharid, das aus mehreren Hundert Glucosemolekülen (Traubenzucker)besteht, aus welchen der Körper wiederumaerob (mit) oder anaerob (ohne Sauerstoff) Energie gewinnen kann. Glykogen wirdin den Muskelzellen und der Leber gespeichert und von dort im Bedarf zurEnergiegewinnung abgezogen. Die Größe des Speichers kann durch Trainingund/oder entsprechende Ernährung im Idealfall verdoppelt werden. Das dahinterstehende Prinzip nennt man Superkompensation. Superkompensation – was ist das? Nach einer erschöpfenden und entleerenden Belastung ist dieAufnahme und Einlagerung von Glykogen in die Muskelzelle besonders effektiv.Wird nun vier Tage vor dem Wettkampf eine intensive Trainingseinheit durchgeführtund gleichzeitig eiweiß- und fettreich gegessen, kann man davon ausgehen, dassalle Speicher am Wettkampftag optimal gefüllt sind, wenn man sich in denletzten drei Tagen vor dem Rennen gezielt kohlenhydratreich ernährt (70 %Anteil an der Gesamtnahrung). Von diesem Grundmodell ausgehend gibt es nun weiters eine Soft- und eine Hardcorediät. Die Sicherheitsvariante Vielen Sportlern reicht der Effekt, den sie erzielen, wennsie auf den entleerenden Tag verzichten und dafür mit der Nähe zum Hauptwettkampfund der Reduktion der Umfänge stufenweise die Kohlenhydratzufuhr erhöhen. DerVorteil liegt in einer großen Verträglichkeit, da ja kaum etwas an dergewohnten Ernährung umgestellt wird. Die Kohlenhydratspeicher werden dafür abernur angefüllt, jedoch kaum maßgeblich vergrößert. Spiel mit dem Feuer Die Mutigen „Reizaustester“ unter uns wählen stattdessenaber die Original Saltindiät oder auch Schwedendiät bezeichnet. Der Name stammt von demschwedischen Sportwissenschaftler Bengt Saltin. Dieser hatte bei seinem Versuchentdeckt, dass sich ein vollständig entleerter Kohlenhydratspeicher im Muskelauf 125 Prozent aufladen lässt. Die Diät beginnt etwa eine Woche vor demHauptwettkampf mit einem entleerenden Training. In den darauffolgenden Tagen ernährtman sich so kohlenhydratarm wie möglich, trainiert aber planmäßig weiter.Dieses Training kann aufgrund der immer geringer werdenden Speicher psychischund physisch als sehr belastend empfunden werden. Drei bis vier Tage vor demWettkampf ist dann diese Eiweißdiät vorbei und der Kohlenhydratanteil in derNahrung wird auf einen Anteil von70% erhöht. Das Training dagegen verläuft locker und leicht. Darm und Hirn rebellieren Da diese Methode für Körper und Geist sehr anstrengend seinkann, sollte man sie unbedingt vor dem wichtigsten Wettkampf des Jahres schonmal ausprobiert haben und man sollte sich auch mental darauf vorbereiten, da esnicht einfach ist sich wenige Tage vor einem bedeutenden Wettkampf angeschlagenund leer zu fühlen. Deshalb ist die mildere Methode, das Grundmodell, einKompromiss, den die meisten Athleten eingehen. Wie alle Vorstartrituale, solltealso auch die Diät erprobt und individuell auf einen selbst abgestimmt werden. Nurdann kann man am Tag X in Hochform sein. Einen Ernährungs- und Trainingsplanführen, ein Tagebuch anlegen, in dem man beschreibt, wie man sich in denletzten Tagen gefühlt hat – all das kann für die Analyse danach sehr hilfreichsein. Denn nach dem Rennen ist vor dem Rennen. In diesem Sinne viel Erfolg beiden nächsten Höhepunkten eures Sportlerlebens.
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