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Wer hat ihn nicht schon satt: the never ending winter? Anfangs freut man sich ja noch, die neue warme Trainingsjacke auszuführen, andere Sportarten wie Schitouren gehen oder Langlaufen auszuprobieren oder in der Kraftkammer wieder ein wenig in seine Allgemeinathletik zu investieren. Doch irgendwann reichen Kälte und trübes Wetter und die Lust auf Sonne fordert ihr Tribut. Gut, dass für Triathleten Trainingslager in südlicheren, wärmeren Gefilden zum guten Ton gehören. Doch haben sie Sinn und worauf muss man besonders achten, um der Zielsetzung eines Trainingslagers gerecht zu werden?
Planung ist das halbe Leben und da unter Training „eine planmäßige und regelmäßige sportliche Betätigung“ verstanden wird, spielt sie im Sport eine noch größere Rolle. Die Fragen, die man sich stellen sollte, wenn man ein Trainingslager plant sind unter anderem folgende: 1) Welchen Nutzen hat ein Trainingslager?
Die Wärme macht unsere Muskeln geschmeidiger und regenerationsfähiger. Die UV Strahlung aktiviert unter anderem die Vitamin D und Serotonin Produktion. Schlechte Laune und Müdigkeit sind in der Sonne wie weggeblasen. Neben diesen psychologischen und physiologischen Vorteilen, liegt der Hauptvorteil eines Trainingslagers in der Möglichkeit sich ganz und gar auf den Sport konzentrieren zu können. Das bedeutet, dass nicht nur mehr trainiert werden kann und der Tagesablauf ganz dem Training untergeordnet wird, sondern auch, dass damit endlich die vor allem bei Agegroupern chronisch zu kurz kommende Regeneration zu ihrem Recht gelangt. 2) Zu welchem Zeitpunkt macht ein Trainingslager Sinn?
Trainingslager sind vor allem dann sinnvoll, wenn man entweder die höchsten Umfänge (am Ende der allgemeinen Vorbereitungsperiode), oder die höchsten Intensitäten (am Ende der speziellen Vorbereitungsperiode) zu absolvieren hat. Wettkampfhöhepunkt und Jahresrahmenplanung bestimmen also die Inhalte und den Zeitpunkt des Trainingslagers. Ist man durch Schule oder Studium an die Osterferien gebunden, dann sollte man dies auch bei der Trainingsplanung im Vorfeld berücksichtigen. Wir empfehlen allen Nicht Profis Trainingslager zu nutzen, um sich eine gute Grundlagenausdauer - Basis für das Jahr zu schaffen. Motto: wenig Intensität - viel Umfang. Auch wenn Frühlingsgefühle und Gruppenzwang verleiten, schon in den ersten Tagen seine Vormachtstellung zu demonstrieren. Klug sind die, die sich im Trainingslager zurückhalten. 3) Welche Umfänge sollten absolviert werden?
Wichtig ist es gesund aus dem Trainingslager zurückzukommen. Was bringen die mühsam gesammelten Kilometer, wenn man danach zwei Wochen krank im Bett liegt? Das Immunsystem wird durch die Klima- und manchmal auch Zeitumstellung, veränderte Ernährung und Klimaanlagen genug gefordert, als das man auch noch bei den Umfängen Harakiri machen sollte. Jedenfalls sollte man während des Trainingslagers auf ausreichend Schlaf und Regeneration – genügend Pausen zwischen den Einheiten - achten. Außerdem ist dem Wunsch braungebrannt zurückzukehren nicht vollends nachzugeben. Motto: warme vor kalter Kleidung. Gerade durch das Training mit kurzer Radhose, sind langwierige Verletzungen des Schleimbeutels im Knie sehr häufig, weil es sich hier um eine schlecht durchblutete Stelle des Körpers handelt, die bei langen Abfahrten schnell auskühlt.
Bei unseren Profis ist die Notwendigkeit von Trainingslagern anders zu sehen. Da ihr Tagesablauf als Berufssportler immer dem Training untergeordnet ist, liegt der Hauptgrund darin, einfach ausreichend triathlonspezifische Kilometer zu sammeln, was in unseren Breiten gar nicht wirklich möglich ist. Pläne: Philipp Podsiedlik (4. Trainingsjahr, Jahrgang 1988)
Nach dem allgemeinen Aufbau im Jänner stand zuerst eine Konzentration auf das Schwimmen und danach auf das Laufen im Vordergrund. Er hat schon nach wenigen Wochen Training in allen Disziplinen seine Werte des Vorjahres verbessert und wird den März noch für ausreichend Grundlagentraining nutzen.
| | S | R | L | K | | Montag | 1,5h (Te, S + GA1) | | | Muskelaufbau | | Dienstag | 1,5h (2000m Test) | 3h (KA) | 0,75h (GA 1 - Koppeltraining) | Stabilisation | | Mittwoch | 1,5h (Te, S + GA1) | | 1,5h (mit GA ½ Intervallen) | | | Donnerstag | | 4h (GA1) | 1,25h (GA1) | | | Freitag | 1,5h (Te, S + KA) | | 1,5h (GA1) | Muskelaufbau | | Samstag | | 5h (GA1) | 1h (GA1) | | | Sonntag | | 6h (GA1) | 1h (GA1+Te) | Stabilisation | S…Schnelligkeit Te….Technik GA1…allgemeine Grundlagenausdauer (unter 2 mmol; 65(R)-80% Hf max) GA ½ ~3 mmol; 70(R)-85% Hf max), KA..Kraftausdauer
Pläne: Norbert König (12. Trainingsjahr, Triathlonprofi Ironman, Jahrgang 1975)
Nach einem ersten Trainingsschwerpunkt in Fuerteventura mit dem Schwerpunkt Rad und Lauf, soll nun im März noch weiter die Form auf dem Rad verbessert werden. Aufgrund seiner Ausbildung zum Triathlontrainer muss er dieses Mal mit nur einer Woche Trainingslager auskommen. Für einen Profi sind auch deshalb lange 5h Einheiten daheim auf dem Ergometer keine Seltenheit. | Trainingslager | S | R | L | K | | Montag | 2h (Te, GA1/2) | | | Muskelaufbau | | Dienstag | | 3h (KA) | 1h (GA1) gekoppelt mit R | Stabilisation | | Mittwoch | 2h (Te, GA1) | 4h (GA ½) | | | | Donnerstag | | 3h (GA1) | 1h (GA1) | | | Freitag | 2h (KA) | | | Muskelaufbau | | Samstag | 2h (Te, GA1/2) | 5h (GA1) | 1h (GA1) | gekoppelt mit R | | Sonntag | | 7h (GA 1) | | | S…Schnelligkeit Te….Technik GA1…allgemeine Grundlagenausdauer (unter 2 mmol; 65(R)-80% Hf max) GA ½ ~3 mmol; 70(R)-85% Hf max), KA..Kraftausdauer
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