Kalt, neblig und grau. Der durchschnittliche Anblick eines Wintertages für den gelernten Österreicher. Wie gerne würde man nicht schon auf dem Rad Kilometer sammeln, aber die Temperaturen jenseits des Gefrierpunkts lassen dies einfach nicht zu.
Die gute Nachricht: man kann auch schon in der kalten Jahreszeit genug Ausdauer aufbauen, um im Sommer den Herausforderungen der Wettkämpfe begegnen zu können.
Die bessere Nachricht: man muss deshalb nicht unbedingt fünf Stunden auf der Walze verbringen.
In der Trainingssprache unterscheidet man zwischen lokaler und allgemeiner Muskelausdauer. Der Unterschied besteht darin, dass die lokale Muskelausdauer nur dort trainiert werden kann, wo die Bewegung stattfindet. Bei einer langen Radausfahrt also zum Beispiel hauptsächlich die Oberschenkelmuskulatur. Die allgemeine Ausdauer dagegen hilft dem Körper alle Systeme des Stoffwechsels auf die Auswirkungen des Trainings anzupassen. Training der lokalen Ausdauer geht also niemals ohne das Training der allgemeinen einher.
Ein weiteres wichtiges Prinzip der Trainingslehre ist jenes, dass man sich innerhalb eines Jahresplans vom Allgemeinen zum Speziellen entwickeln sollte. Diese beiden Thematiken sollte man beherrschen, wenn man sich mit dem Koppeltraining auseinandersetzt. Beim Koppeltraining unterscheidet man die Form des unspezifischen von der des semispezifischen und des spezifischen. Schauen wir uns diese Varianten mal genauer an, wobei sie alle gute Alternativen darstellen, um das Training ganzjährig abwechslungsreich zu gestalten.
Das unspezifische Koppeltraining
Damit ist eine Variante gemeint, bei der die Hauptsportarten des Triathlon nicht oder nur in sehr geringen Ausmaß zum Einsatz kommen. Haupeinsatzzeitpunkt dafür ist die Phase zwischen November und Februar. Lassen sie Ihrer Fantasie freien Lauf bei der Gestaltung dieser Einheiten, achten sie jedoch darauf, dass bei einem Kopplungstraining mindestens 12-15 Minuten bei einer Sportart verharrt werden sollte, bevor man zur anderen wechselt. Als sehr beliebt hat sich ein Mix aus den Cardiogeräten des Fitnessstudios herausgestellt, bei dem zwischen Rudermaschine, Stepper, Crossgerät und natürlich auch Spinner und Laufband gewechselt werden kann. Organisatorisch hat es sich dabei auch als günstig erwiesen, ein derartiges Programm mit mehreren Gleichgesinnten zu absolvieren, weil dadurch sichergestellt werden kann, dass die jeweiligen Geräte immer frei sind. Während Sie sich gerade beim Rudern befinden, schwitzt Ihr Trainingspartner am Stepper und der zweite am Crossgerät. Der Start findet gleichzeitig statt und der Wechsel von Gerät zu Gerät dementsprechend auch.
Das semispezfische Koppeltraining
Dabei sind entweder die triathletischen Teildisziplinen mit fremden Sportarten vermischt, oder werden in verwandter Form ausgetragen. Auch hier gibt es eine Unzahl von Variationen, die aber im Gegensatz zu erst genannten Form vor allem im Freien durchgeführt werden können. Ein paar Beispiele dazu: Schitour mit anschließendem Ergometer fahren, Langlaufen mit einem Lauf im Anschluss, der Mountainbikeausfahrt einen Lauf folgen lassen und vieles mehr. Hauptaustragungszeitpunkt ist dafür das Frühjahr.
Das spezifische Koppeltraining
Diese Variante wird ab dem Frühjahr das ganze Jahr eingesetzt, gehört doch im weitesten Sinne auch ein Wettkampf dazu. Wechseln sie zwischen dem Schwimmen, Radfahren und Laufen in welcher Form auch immer und erleben sie, dass selbst Ausdauertraining sehr abwechslungsreich und in der Gruppe ausgeführt auch sehr spaßorientiert sein kann.
In diesem Sinne: Stopp grübeln, start koppeln!
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