22.05.2011- Philipp Podsiedlik: Ironman 70.3 Austria- Profidebut

Philipp St. Pölten 2011Gestern war es endlich soweit. Erstmals bin ich als Profi in ein international bedeutendes Rennen gegangen. Entsprechend groß war die Nervosität, stand doch ein wichtiges Highlight des Jahres an..., sollte es werden. Mehr dazu später...

Kurz vor 7 Uhr wartete ich Schulter an Schulter mit den Besten der Welt auf den Startschuss. Über uns kreiste ein Hubschrauber, der Moderator und die Zuschauer machten eine unglaubliche Stimmung und dann gings endlich los. Das Schwimmen lief gleich mal super und ich kam gemeinsam mit einer starken Gruppe rund um Michael Göhner in die T2. Leider verpatzte ich dann den Wechsel total und verlor wertvolle 15 sec auf meine Gruppe, was sich noch bitter rächen sollte. Auf dem ersten Teilstück über die Autobahn hatte ich die Gruppe immer in Sichtweite jedoch ohne Chancen sie einzuholen. Die erste Stunde hatte ich mehr Watt wie bei manch einer Kurzdistanz. Anstatt mit einer gut harmonierenden Gruppe mitzufahren, musste ich mein Rennen  also wieder ganz alleine durchziehen. Zwar schloss gegen Hälfte der Radstrecke eine Gruppe zu mir auf. Was aber nicht hieß, dass das Tempo schneller werden sollte; im Gegenteil, denn das Tempo wurde deutlich gedrosselt. So fiel die Radzeit eher bescheiden aus. Geschlaucht vom Radfahren ging es bei inzwischen ziemlich heissen Bedingungen auf den abschließenden Halbmarathon. Schwere Beine von Beginn an, ohne jeden Flow.

Am Ende konnte ich als mit Abstand jüngster Profi den 19. Platz für mich verbuchen. Eigentlich ein super Erfolg, allerdings hätte es bei einem optimalen Rennverlauf viel besser sein können. Splitzeiten sind leider kaum vergleichbar,da die Steckenlänge in allen Disziplinen zugelgt hat. Das perfekte Rennen lässt noch auf sich warten. Es ist aber immerhin die Tatsache vielversprechend, dass der Abstand zur absoluten Spitze immer kleiner wird. (um weitere 5min weniger- im Vergleich zum Vorjahr trotz eines suboptimalen Rennens) Ist im Grunde schon ganz ok, doch es gibt immer die selbstzweifelnden Fragen mit "was wäre wenn"... Wichtig ist, beim Schwimmen bin ich voll dabei..., hinsichtlich meiner nächsten Rennen. 

Ab heute wird regeneriert, denn in 3 Wochen werde ich bei den Staatsmeisterschaften über die Kurzdistanz wieder voll angreifen!